Der Sieben-Kampf in Berlin – oder wer gewinnt diesmal den Ball in der Tombola ?

Am Freitag Abend, den 15. Februar 2002, ging’s also mal wieder gen Osten, um traditionsgemäß am 6. Berliner Sieben-Kampf in Riege 4 gegen unseren inneren Schweinehund anzutreten. In Berlin angekommen, stürmten wir „unser“ Restaurant am Theodor-Heuß-Platz und fielen fast aus den Socken: der Wirt erwartete uns erst am nächsten Abend! Aber alles wurde gut, und nach kurzer Zeit fanden sogar noch überraschend dazugestoßene Teilnehmer unserer Riege noch Platz an der „Hochzeitstafel“ (Jan und Anett fühlten sich an der Stirnseite des T-Tisches doch ein bisschen als Brautpaar!!!) und die Scheeßeler Martin, Ottmar und Harald kriegten auch noch eine Pizza.

Gestärkt fielen wir dann, nach einer netten Begrüßung durch den Schrankenwärter des Olympiastützpunktes, bei den Spandauer Wasserfreunden in unsere Etagenbetten. Nach einer frostigen Nacht und ausgiebiger Frühstücksdebatte (Lieber Buffet für alle inklusive Kaffee oder besteht die Tee-Fraktion auf Einzelfrühstück?) kamen dann alle mit mindestens zwei Brötchen im Bauch in der Rudolf-Harbig-Halle an.

Trotz ausgiebigen Marathontrainings lief Andreas allen davon mit 8:06 Sekunden beim 60-Meter-Lauf. Nach einem hervorragenden Weitsprung von 4,87m von Sandra machte sich leider ihr Knie bemerkbar, sie mußte den Wettkampf abbrechen – hoffentlich ist bis zum Winterurlaub alles wieder okay. Beim Kugelstoßen wurde hart um die Weiten gekämpft und neue Bestleistungen aufgestellt – auch wenn der Abstand bis zum Sandkasten ganz schön weit weg aussah ! Frank stieß die Kugel 10,30m – Riegenbestweite der Männer. Bei den Frauen lag Kathrin ganz klar vorn mit 9,45m.

Der Hochsprung nahm wegen der „Wasserwaagen-genauen-Abmessung“ der Auflagenhöhe enorm Zeit in Anspruch – aber nachdem wir die innere Stangenblockade überwunden und die Frage geklärt hatten: „Will ich da wirklich rüber ?“, sprang es sich bei fast allen - wenigstens nach drei Sprüngen - ganz gut. Leider bekam der Hochsprung weder Kathrins Rücken noch Franks Knien, so daß die beiden am Sonntag nicht mehr starten konnten.

Den Abend verbrachten wir gemütlich im „Brauhaus Spandau“ bei Sauerkraut und Kaßler – Christiane, die Freundin von Thomas, hatte das Lokal ausfindig gemacht – gute Kneipennase! Um Mitternacht gab’s für Udo zur Stadt eine echte Überraschung – an seinen Geburtstag hatten (fast) alle gedacht und ließen ihn hochleben. Anett hatte sogar einen leckeren Kuchen gebacken mit Smarties!

So starteten wir am nächsten Morgen nach wunderbar geregeltem Frühstück mit 60-Meter-Hürden. Alle gaben natürlich ihr Bestes und flogen nur so über die Hürden...oder wie war das noch mal mit dem kurzem Bodenkontakt hinter der Hürde?!

Beim anschließendem Stabhochsprung und der von uns zuvor schnell beendeten Diskussion über das Trennen der Riege in Hoch- und Niedrigspringer und dem Versprechen unsererseits,  möglichst schnell durchzukommen – wer war da ständig am Ausmessen und Anpeilen der Latte? Langsam schob sich die Latte von 1,10 auf 3,30 Meter und jeder Springer wurde mit Klatschen angefeuert – unsere Hände sind immer noch ganz heiß !

Nadine ist jetzt noch ganz happy über ihre 2,10m und Andreas konnte sich auch erst nach Überspringen der 3,30 von der Stabhochsprunganlage trennen. Tom, der ebenfalls 2,10 schaffte, hat wohl nachhaltig seinen Enkel beeindruckt, der Zuhause seitdem kräftig durch die Gegend hüpft.

Und dann kam auch schon die letzte Disziplin – der 1000-Meter-Lauf oder anders gesagt: fünf lange Runden auf der Tartanbahn! Julia sprintete allen davon: 3:22 Minuten – mit Abstand Bestzeit der Frauen.

Besonders gut lief der Wettkampf für Thomas – neues Alter, neues Glück? – in fünf Disziplinen konnte er sich verbessern und in zwei weiteren seine Leistungen einstellen! Glückwunsch zum dritten Platz in der Seniorenwertung!

Auf dem Siegertreppchen stand auch Andreas Flohr: ebenfalls Platz Drei bei der Wertungsklasse der Männer. Und so wurden Einige von ihren Leistungen überrascht oder ärgerten sich vielleicht auch mal ein bißchen über sich selbst  –  insgesamt war es ein supernetter, fairer und spannender Wettkampf in der besten Riege des Sieben-Kampfes ! Die Parole „Zweimal ‚L’ – Leistung und Lächeln“, die Martin (, der ohne Mütze) ausgegeben hatte, wurde jedenfalls von allen gut gelaunt mitgemacht.

Also, auf ein Neues in Scheeßel, Berlin, Hamburg, Wien, Schwerin, oder wo sonst auch immer nette Mehrkämpfe stattfinden.

 Anett und Nadine

 P.s.: Ach ja, diesmal war Tom es, der in der abschließenden Tombola den Ball mit nach Hamburg fahren durfte ! 


Impressionen vom Wettkampf

 

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