Am Donnerstag, den 01.03.2001
fand das diesjährige Kartrennen der Jedermänner statt.
Es bildete zugleich den ersten Teil der Trophy „Schnellster
Jedermann 2001". Um ca. 19 Uhr trafen wir uns auf der Kartbahn in
Hamburg Nedderfeld. Dort erhielten wir ein Paar Handschuhe und
eine Sturmhaube, wobei wir uns fragten, ob letztere jemals
gewaschen worden war. Dann versuchte einer der Rennleiter vor
ohrenbetäubender Geräuschkulisse, uns die Regeln
für das Rennen zu erklären. Er erzählte uns etwas
zu blauen, gelben und schachbrettfarbenen Fahnen, was die
Kart-Anfänger unter uns eher verwirrte. Darauf schnappte
sich jeder einen Helm, und ob dieser passte oder nicht, stellte
sich erst während des Proberennens heraus. Einige Teilnehmer
schafften es, schon während der ersten Runden so ruppig zu
fahren, dass sie zur Strafe zum Hauptrennen aus der Boxengasse
statt aus der normalen Startposition starten mussten. Und dann
ging das eigentliche Rennen los. Die Ampel sprang auf grün,
die Motoren heulten auf und die Karts setzten sich in Bewegung.
Jeder war versessen, sein Bestes zu geben. Einige dachten, sie
fahren Formel-1, andere dachten, sie fahren Autoscooter, und
wiederum andere waren viel zu sehr damit beschäftigt, sich
in den Kurven nicht um die eigene Achse zu drehen, dass sie nicht
im Geringsten auf die Idee kamen, den nachfolgenden Verkehr zu
beachten geschweige denn vorbei zu lassen. Manch genervter
Hintermann versuchte, sich durch leichtes Anstoßen
bemerkbar zu machen. Wildere Gesellen verursachten lieber gleich
eine Massenkarambolage. Die Rennleiter schwenkten verzweifelt
ihre blauen und gelben Fahnen. Die Emotionen kochten auf. Die
eigens mitgebrachten Cheerleader und Kamerateams waren hellauf
begeistert. Einige Piloten büßten ihre aussichtsreiche
Starposition dadurch ein, dass sie sich selbst- oder
fremdverschuldet um 180 Grad drehten. Begünstigt hierdurch
schaffte es eine Vierergruppe bestehend aus Jan, Andreas, Thomas
und Ralf, sich abzusetzen. In einem spannenden
Kopf-an-Kopf-Rennen, dessen Ausgang bis zuletzt offen blieb,
gelang es schließlich Jan „Schumi" Andersson sich
durchzusetzen, so dass er glücklich mit 49/100 sec.
Vorsprung vor Andreas und Thomas durchs Ziel fuhr. Strahlend
hielt er den Pokal, den er vor dem Rennen schon vorsorglich mit
seinem Namen versehen hatte, in die Höhe. Nach der
Siegerehrung begossen wir den ersten Teil der
„Jedermann-Trophy" im Schweinske.