Wingst 2002

Dass die Teilnehmer der Wingsfahrt 2002 eine Mischung aus alten Hasen, die in den letzten Jahren keine Wingsfahrt ausgelassen haben, und blutjungen Hunden war könnte die Ursache für ein tolles Freizeit-Wochenende der Jedermänner gewesen sein. Aber mache Dir in den folgenden Zeilen selbst ein Bild der Wingsfahrt 2002, an der teilnahmen: Anne, Andreas, Katrin, Julia, Ralf, Michael, Gero, Caro (Vollzeit) und Jan, Anett, Maren, Markus und Tom (Teilzeit).

Es fällt schwer, die Highlights dieser Tage herauszuheben. Bei Nachfrage wurde der geniale Kegelabend genauso genannt, wie der Saunabesuch oder des Schrottjulklapp. Der Leser merkt schon, es geht hier wirklich nicht um Peanuts! Als Michael, Ralf und ich über den endlosen Highway der B 73 (!) schließlich in der Wingst ankamen, wurde nach dem Eintrudeln der letzten Teilnehmer nicht lange gezögert, die hiesige Kegelbahn anzupeilen. Beim Eintritt in die Räumlichkeiten wurde die Sitzordnung des Esstisches sofort als die geeignete Vorgabe für die Aufteilung der Jedermänner und -frauen in zwei gegeneinander antretende Gruppen erkannt. Allerdings wurde aber auch – und da schlug sich jeder für sich selbst – der (individuelle) Vereinsmeister ermittelt:

Als dieser stellte sich letztendlich Thomas heraus, der mit ruhiger Hand auch eine solche Kugel schob und dabei zu guter letzt das nervenaufreibende Meisterduell mit Andreas für sich entscheiden konnte (Thomas verriet mir auch das Rezept seines Erfolges: „Ich versuche nur keinen Pudel zu werfen!“. Wenn die Erinnerungen noch stimmen, wurden die meißten Pudel wohl von Anett erzielt. Was gibt es noch zu sagen? – Das Essen war sehr gut, Anne wurde Siegerin bei den Jederfrauen und Markus wurde unangefochtener Kuchenkönig. Doch der Abend wurde noch lang. Als nächstes galt es im „Hexenhaus“ – so nannte sich unsere Unterkunft – die Dartpfeile in Richtung Dartscheibe zu befördern. Schnell zeigte sich großer Ehrgeiz – war Julia da nicht besonders strebsam? – dabei war JederAlle mehr oder weniger sehr zufrieden und konnte sich im Laufe des Abends irgendwann auch mal als großer Dartmeister fühlen. So waren wir bis in die frühen Morgenstunden sehr beschäftigt und hatten viel Spaß dabei.

Nach einem gnadenlos frühen Frühstück sollte nun ein langes Trainingsprogramm am nächsten Tag auf uns warten. Doch da kennen die Jederfrauen und -männer nichts: er und sie läuft, hüpft und freut sich dabei, als hätte er/sie die Nacht davor geschlafen. Dabei wurde der Olymp überquert, Kathrin spielte mit uns Sich-fallen-lassen-Spiele und wir nahmen auch noch an den Wettspielen der Kinder- und Jugendgruppe des HSV teil, die zeitgleich mit Stoffel und Co. in die Wingst gefahren waren (Wer pflückt die meisten Bonbons von den Bäumen?, Laufwettkampf kombiniert mit Quizspielen usw. usf.). Anschließend wurde noch das Schwimmbad besucht, Anett lehrte mich professionell die Kraulwende und zu guter letzt war die Sauna unser wohlverdienter Lohn. Bei über 90 Grad wurde so manches Gespräch in Gang gesetzt, und trotz starker Unmutsäußerungen auch in den Ruheräumen fortgesetzt (Die Autoren dieser Zeilen enthalten sich großzügig parteiischer Statements und Tom weiß angeblich von nichts mehr!).

Das Schrottjulklapp! Wer dachte, es sei einfach nur Müll, um den da gewürfelt wurde, wurde eines besseren belehrt: Hässlicher konnte es nicht sein, was da zutage trat; Kostbarkeiten von niederster Ästhetik – Kurz: die JederAlle waren sofort in ihrem Element und gaben alles, um ihre Lieblingsstücke zu ergattern. Dabei gab es ein spannendes Hoffen und Bangen bis zum letzen Päckchen, doch nicht jeder hat sein Wunschgeschenk erhalten!

Auch dieser Tag neigte sich irgendwann dem Ende, und durch ein musikalisches Intermezzo, das von Ralf beigesteuert wurde (Alle JederAlle sangen in kleinen Gruppen die Hits von Torfrock...) und noch vom Vorabend müde fielen die Jederkämpfer (Jedis) in einen wohlverdienten, tiefen Schlaf. Das große Finale erfolgte am Sonntag: Das Fußballspiel auf dem jugendherbergseigenen Fußballplatz gegen die Trainer der Jugend- und Kindergruppe des HSV. Großer Teamgeist, hervorragende Einzelspieler – ein bisschen von jedem – sollte zu einem tollen Fußballspiel führen, bevor die JederAlle sich erschöpft und glücklich wieder auf die Heimreise machten.

...und dieses Jahr bestimmt wieder mit in die Wingst 2003 kommen!

Danke denen (Katrin, Andreas, Jan und Anne ...), die alles vorbereitet hatten!



Gero und Tom